RATHAUS DES STANDES OBWALDEN

SARNEN

Die Hochwasserkatastrophe vom August 2005 hat das Rathaus am Dorfplatz in Sarnen überflutet und arg in Mitleidenschaft gezogen. Mit der Instandsetzung und dem Umbau wurden die neuen Anforderungen des Personen- und Hochwasserschutzes und des behindertengerechten Bauens umgesetzt. 

Das Rathaus von nationaler Bedeutung ist das repräsentativste Gebäude im Eigentum des Kantons Obwalden. Der Bau geht in seinem Kern auf das Jahr 1468 zurück und wurde1978 letztmals restauriert. Von besonderer Qualität sind der barocke Kantonsratsaal und der Regierungsratssaal im Empirestil. 

Mit dem geforderten Lifteinbau erfährt das statisch fragile Raumensemble einen radikalen Eingriff. Die Lage des Aufzugs ist so gewählt, dass in den unteren zwei Geschossen der Lifteinbau als geheimnisvoll leuchtender Körper mittig in den Eingangshallen erscheint. In den oberen Geschossen ist die Lage im Bestand so synchronisiert dass der Einbau sich in Nebenkabinetten unscheinbar integriert. Dabei läuft das Gegengewicht der Aufzugsanlage übersetzt als Flaschenzug unsichtbar nur in den oberen Geschossen. Das oberste Geschoss wurde von den Einbauten der 1970 er Jahre befreit. Im Erdgeschoss ist ein grosser Empfangsraum entstanden, der unabhängig vom Ratsbetrieb durch eine bisher verschlossene Türe direkt vom Dorfplatz her betreten werden kann.

Wettbewerb 2006
Projekt 2006
Ausführung 2006-2007
 
Bauherrschaft
Kanton Obwalden
Projektteam
Joos & Mathys Architekten
Diener & Diener Architekten
Mitarbeit
Mireille Blatter Architekten Zürich
Mitarbeiter
Ralph Alan Müller
Bauleitung
Büro für Bauökonomie AG
Bauingenieur
Ingenieurbüro Zeo AG