LIDO SARNEN

SARNEN

Dem Richtplan für das Seefeld folgenden sitzt das markante Lidogebäude an der dafür vorgesehenen Achse. Als zweigeschossiges, feingliedriges Bauwerk mit Stahlstützen und Ortbetonplatten beinhaltet es alle Infrastrukturnutzungen des Campings, des Freibades und des Restaurants. Das 25 Meter Schwimmbecken ist auf dem Oberdeck angeordnet. Als Ausleger ist das Erlebnisbecken in die Topographie der Liegewiese eingeschrieben. Die Liegewiese wird als Teil des Parks gelesen und die bestehenden Silberweiden wurden durch einzelne Trauerweiden ergänzt. An der Stelle, wo die Liegewiese direkt an den See stösst, bilden ortbetonierte Sitzstufen eine geschwungene Uferlinie. Der Campingplatz erhält eine leicht bombierte Topographie und der zentrale Parkplatz wurde mit Platanen aufgepflanzt, die mit der Zeit ein grünes Baumdach bilden werden. 
70‘000 Quadratmeter Boden sind von Grund auf neu gestaltet worden. Markant zeugen die mächtigen Bäume als „Wettertannen“ rund um das Lidogebäude, beim ‚Belvedere’ und auf der Liegewiese von der untergegangen alten Bade- und Freizeitanlage. 
Wie übergrosse Landschaftsanker haben sie der Urgewalt des Hochwassers entgegengehalten und geben der neuen Anlage nun schützenden Halt in der frischen Gestalt. 300 sorgfältig neu gepflanzte Bäume werden still wachsen, unmerklich wird sich das Seefeld in einen wahrhaftigen Garten verwandeln und die Narben der Unwetterkatastrophe schliessen.
Wettbewerb 2008
Projekt 2008-2009
Ausführung 2009-2010
 
Bauherrschaft
Politische Gemeinde Sarnen
Projektteam
Joos & Mathys Architekten
Seiler Linhart Architekten
Mitarbeit
Corinne Lehner, Stefan Liebster,
Michael Rabe, Bea Maria Roth
Bauleitung
Kaufmann & Partner GmbH
Fahrni Landschaftsarchitekten GmbH
Landschaftsarchitektur
August + Margrith Künzel
Landschaftsarchitekten AG
Mitarbeit Lorenz Sigenthaler
Bauingenieur
Conzett Bronzini Gartmann AG