ALTERS- UND PFLEGEHEIM NEUGUT      

Textauszug
Auszeichnung gute Bauten 2017 Graubünden
Könnte ich hier leben, fragt man sich unwillkürlich beim Betreten eines Altersheims. Ausgerechnet an unwirtschaftlicher Lage zwischen Eisenbahn und Strassen bei Landquart steht ein Ensemble, das einen diese Frage mit Ja beantworten lässt. Anklänge mediterraner Palazzi und alpiner Kurhotels sind zu einem Wohnort voller Atmosphäre vermischt. Zwei viergeschossige Gebäudeflügel rahmen eine Wiese mit Bäumen, Brunnen und Bänken. Säulengänge begrenzen den Hof und lassen ihn doch zur Umgebung offen. Sie münden in einer anmutigen Orangerie. Auch die Raumfolgen im Innern sind gekonnt komponiert und farblich warm gehalten. Massives Holz, gebogenes Glas, Messing und Tapete bilden Oberflächen, die man gerne berührt. Ondulierende Wände statt schnurgerader Korridore machen die täglichen Wege kurzweiliger. In jedem Zimmer ist ein zeitgemässes Stubenbuffet mit Kästen und Tablaren eingebaut. Von den Oberflächen über die Leuchten bis zur Möblierung, aus alten und antiquarischen Stücken zusammengestellt, scheint jedes Detail überlegt und um das Wohlfühlen der Bewohnerinnen und Bewohner besorgt.

 LANDQUART, GR

Wettbewerb 2009
Projekt 2009 - 2011
Ausführung 2012 - 2015
 
Bauherrschaft
Stiftung Alters- und Pflegeheim Neugut
Projektteam
Joos & Mathys Architekten
Schmid Schärer Architekten
Mitarbeit
Remo Baumgartner, Daniel Deimel,
David Kucera, Friedericke Preschany,
Stefan Roggo, Rita Rüegg,
Milena Vuletic, Irene Lo Iacono
Bauleitung
Andreas Lütscher Baumanagement AG
Landschaftsarchitektur
PR-Landschaftsarchitektur, Arbon
Bauingenieur
Liesch Ingenieure AG, Chur